Im Gespräch mit einer „waschechten“ Französin die eigenen Französischkenntnisse auf die Probe zu stellen und aus erster Hand Aktuelles aus Frankreich zu erfahren – das ermöglichte am 12.02.2019 der Besuch von Alexia Gonzalez im Französischkurs des Beruflichen Gymnasiums am Adolph-Kolping-Berufskolleg.

Die junge Französin aus Nantes ist mit dem Renault Kangoo des Institut Français aus Düsseldorf angereist. Das Programm France Mobil ist eine Initiative der Kulturabteilung der französischen Botschaft und der Robert Bosch Stiftung: Deutschlandweit besuchen junge Muttersprachler mit ihren Kleinbussen Schulen, um die Französisch-Schüler spielerisch für die französische Sprache und Kultur zu begeistern.

Lebendig und sympathisch war nicht nur die junge Referentin, der es gelang - ausschließlich unter Verwendung der französischen Sprache - die Lernenden durch altersgerechte Sprachspiele und französische Musik zum aktiven Mitmachen und Experimentieren mit der Fremdsprache zu motivieren.

Lebendigkeit herrschte auch auf Seiten der Teilnehmenden. Von Unlust oder gar Hemmungen keine Spur sprangen sie mit sichtlicher Begeisterung auf die große Vielfalt der französischen Musikwelt an.

Das Eis wurde mit dem ersten Würfel-Wurf gebrochen, denn der große Schaumstoffwürfel kam im Stuhlkreis unvermittelt zu den Schülern geflogen und forderte diese auf sich auf Französisch vorzustellen.

In einer zweiten Runde durften mehrere Teams gegeneinander antreten. Dabei wurde insbesondere das Hörverstehen trainiert, indem die Schüler französische Wörter aus den verschiedenen Songs raushörten und die Schlagwort-Kärtchen beim Hören einsammelten. Dabei entdeckten sie zahlreiche Bands bzw. Sänger, die aus verschiedenen frankophonen Ländern stammen, und konnten mit Erstaunen feststellen, wie stark diese Interpreten in der Musikwelt vertreten sind.

Nach einem aufregenden Vormittag unter der Trikolore lässt sich resümieren, dass die Sprachreise mit dem France Mobil für alle ein voller Erfolg war. Die Lernenden hatten die Gelegenheit, den Worten einer „echten“ Französin zu lauschen, französische Vokabeln nachzusprechen und alle Fragen zu ihrem Nachbarland Frankreich zu stellen, die ihnen auf dem Herzen lagen.

So erfuhren die sie beispielsweise, dass es zahlreiche Organisationen gibt, die Praktika, Jobs oder Freizeitaktivitäten im französischsprachigen Ausland anbieten und dass es sich lohnt über den eigenen Tellerrand hinweg zu blicken.

Das Echo der Schüler unterstreicht ihre Begeisterung:
„Es war eine gelungene Unterrichtsstunde, in der wir viel Spaß hatten.“

„Wir würden uns freuen, wenn das France Mobil uns im nächsten Jahr wieder besucht.“

Uns bleibt nur zu sagen: „Merci et à bientôt, France Mobil!“

Text und Fotos Erika Alexander