Wenn der erste Schultag beginnt, man die Lehrstätte betritt, die neuen Lehrer kennen lernt und in 20 unbekannte Gesichter blickt, ist manches anders und vieles neu.
Damit das Eis möglichst schnell gebrochen wird, erlebte die Fachoberschule für Gestaltung (FOS) am Adolph-Kolping-Berufskolleg gleich zu Beginn des neuen Schuljahrs das jährliche Nachhaltigkeitsprojekt, das diesmal unter dem Motto „REGIONAL – die Grüne Woche“ stand.

Fächerübergreifend erfuhren die Schüler an drei Tagen, was Münster Regionales zu bieten hat.

Eine Stadtführung gab hierzu erste Einblicke über den zentralen Standort der Schule.
Am zweiten Tag bekam die Gruppe einen Einblick in die internationale Schulimkerei am AKBK. Frau Mitschker, Projektleiterin der Schulimkerei, zeigte die Bienenstöcke, erzählte der Gruppe vom Leben und Treiben der Bienen, vom Populationsaufbau der Bienenvölker und stellte sich den vielen Fragen der Gruppe. Neben all den Informationen über Bienen fand die Klasse auch den Grundgedanken der Integration und die Zusammenarbeit von internationalen Klassen und Abiturjahrgängen sehr schön.

Anschließen ging es mit dem Bus nach Handorf zu dem Bioland-Hofgut Schulze Buschhoff.Die Familie Schulze Buschhoff baut hier schon seit 500 Jahren regionale Produkte und seit 20 Jahren auch in biologischer Qualität für Ökullus an.
Das Unternehmen arbeitet Hand in Hand mit anderen regionalen Unternehmen und gewährleistet so seine Bioqualität. Herr Schulze Buschhoff führte durch die Gemüsefelder und erklärte den systematischen Anbau und die Nachhaltigkeitsphilosophie. Angrenzend schauten wir uns die artgerechte Haltung der Biohühner und eines der drei Hühnermobile, einen fahrbaren Hühnerstall, an. Das Erlernte wurde sogleich am nächsten Tag erprobt.

Auf dem Wochenmarkt kaufte die Klasse ausschließlich regionales Gemüse mit dem Augenmerk auf B-Ware ein. Das bedeutet: keine makellosen Produkte, sondern eine etwas zu krumme Gurke oder Möhre die für den Verkauf nicht schön genug ist. Hierbei kamen uns die Marktbeschicker preislich sehr entgegen.
Die Herausforderung bestand darin, ein spontanes Gericht zuzubereiten, denn wir wussten nicht, was in unseren Einkaufsbeuteln landen würde.Nun konnte die Schnippeldisko starten: Mit dem Gemüse im Gepäck ging die Gruppe in die Großküche der Köche und bereitete in Eigenregie und mit Musik einen leckeren Gemüseauflauf aus 100% regionalem Gemüse vor. Der Auflauf wurde anschließend im Schulrestaurant gemeinsam gegessen.
Durch eine tolle Klassengemeinschaft, wo jeder mit anpackt, verlief das Kochen reibungslos und mit viel Spaß. Das Ergebnis konnte sich sehen und schmecken lassen. Den Schülern wurde bewusst, dass regionale Produkte schmecken und eingeflogene oder eingeschiffte Produkte nicht unbedingt nötig sind, um gut essen zu können.

Die Schülerin Lara Choukri fasste ihre Eindrücke abschließend so zusammen: „Das Nachhaltigkeitsprojekt hat uns zum Nachdenken gebracht und den einen oder anderen auch zum Umdenken. Besonders gut hat mir auch gefallen, dass die Thematik in vielen Fächern inhaltlich aufgenommen wurde und ich so unterschiedliche Blickwinkel kennenlernen konnte.“

Für die gelungen Projekttage danken wir insbesondere Herrn Schulze Buschhoff für die freundliche und interessante Führung des Biohofes sowie den Lehrkräften Frau Mitschker und Frau Gravemeier, die bei der Planung und Umsetzung die Gruppe unterstützten.

Text und Bilder: Klasse FOS 12 und Frau Hogrebe